20.08.2016
Männer, Einzel, Final, Text: Weltmeister Chen Long auch Olympiasieger
Der Chinese Chen Long hat sich an den Sommerspielen in Rio zum Einzel-Olympiasieger im Badminton gekürt. Der 27-jährige Weltmeister setzte sich im Final gegen den Weltranglisten-Ersten Lee Chong Wei aus Malaysia mit 21:18, 21:18 durch. Der 2014 wegen Dopings überführte Lee verlor damit auch sein siebentes Endspiel an Grossanlässen. Im WM-Final 2014 und 2015 war er ebenfalls Chen Long unterlegen. Zuvor war ihm an den Olympischen Spielen 2008 und 2012 und an der WM 2011 und 2013 der Chinese Lin Dan vor der Sonne gestanden.
Der fünffache Weltmeister Lin Dan, der mit der Halbfinal-Niederlage gegen seinen Freund und Rivalen Lee den olympischen Hattrick verpasst hatte, verlor etwas überraschend auch das Spiel um Bronze gegen den Dänen Viktor Axelsen. Der Europameister setzte sich im Entscheidungssatz 21:17 durch.
Seit der Aufnahme der von Asiaten dominierten Sportart ins olympische Programm vor 24 Jahren ist es erst der dritte Medaillengewinn eines Europäers im Männer-Einzel. China, das vor vier Jahren in London noch in sämtlichen fünf Wettbewerben den Olympiasieger gestellt hatte, musste sich in Rio mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille begnügen. Eine magere Ausbeute für die erfolgsverwöhnte Badminton-Nation.
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