Keystone-SDA News
Tischtennis
02.10.2019
Tischtennis, NLA, Saisonvorschau: Zwei Neulinge in der nationalen Elite

Am Wochenende startet die Tischtennis-NLA mit zwei Aufsteigern mit unterschiedlicher Ausgangslage. Während der TTC Neuhausen in der Lage scheint, um den Titel zu spielen, ist der durch den Rückzug von Wädenswil nachgerückte CTT Bulle nur Aussenseiter.

Ab Oktober weht ein frischer Wind in der NLA. Nachdem der TTC Neuhausen während der Saison 2018/19 die NLB dominierte, tritt der Verein in der NLA nun mit einer neuen Mannschaft an. Diese kann weiterhin auf den U18-Kaderspieler und Überflieger Elias Hardmeier zählen, konnte aber auch den Elite B-Kaderspieler Filip Karin (von Wädenswil) für sich gewinnen. Mit dem hervorragenden deutschen Neuzugang Pekka Pelz kann die Mannschaft einen oberen Tabellenplatz anpeilen.

Der CTT Bulle hingegen scheint noch nicht für die NLA gerüstet zu sein, ein erfolgreicher Abstiegskampf käme einem Wunder gleich. Die Tatsache, dass von den 24 in der NLA gemeldeten Spieler nur fünf nicht A20 klassiert sind und dass drei von diesen fünf Spielern für die Greyerzer antreten, lässt dies stark vermuten. Die Aufgabe scheint nicht zu bewältigen zu sein. Ausserdem weist nur der nächste Woche 53 Jahre alt werdende Thierry Miller Erfahrung auf diesem Niveau auf. Es ist aber interessant, letzteren nach so vielen Jahren wieder in dieser Liga anzutreffen.

Bei den weiteren Teams gab es nur wenige Änderungen. Im Gegensatz zur NLB führte die Doppellizenz in der NLA zu keiner radikalen Änderung. Die beiden letztjährigen Finalisten (TTC Rio-Star Muttenz und STT Lugano) sind erneut ernstzunehmende Titelanwärter. Die Basler können weiterhin auf Lionel Weber zählen, der mit einer verblüffenden Saison massgeblich zum Titelgewinn beitrug. Die Mannschaft wurde ausserdem mit Pedro Osiro (U21-Kader) und Lars Posch (Elite B-Kader) wesentlich verstärkt und verfügt nun über eine tolle Substanz im Team. Die Tessiner versuchten, ihr in den vergangenen Jahren aufgetretenes Problem zu lösen, und konnten Philip Merz (zuvor bei Kriens) als Nummer 3 gewinnen. Ob es diesem Neuzugang mit den beiden Zugpferden wohl gelingt, die Achillesferse des Teams endlich auszumerzen?

Mit seinem Neuzugang Wilson Ross stellt der CTT Meyrin eine gefährliche Mannschaft auf, sofern diese mit seinen besten Spielern antritt, was in der vergangenen Saison nicht immer der Fall war. Auch der TTC Wil bleibt ein starkes Team. Mit zwei Spielern, welche die Saison in den Top 6 der NLA abschlossen, ist durchaus erneut mit Wil zu rechnen. Nur dem CTT Lugano ist dies mit seinen beiden besten Spielern ebenfalls gelungen. Die St. Galler scheiterten letzte Saison in den Playoff-Halbfinals und setzen nun auf den Schweden Oscar Perman, der für den TTC Wädenswil spielte. Alle drei Spieler, die in der vergangenen Saison für die Mannschaft vom Zürichsee spielten, haben einen neuen NLA-Verein gefunden und stehen sich in dieser Saison nun als Gegner gegenüber.

Die beiden Genfer Equipen CTT ZZ-Lancy und CTT Veyrier scheinen auf dem Papier etwas schwächer zu sein. Ihr Hauptziel wird sein, den 7. Platz zu vermeiden, um nicht die Auf-/Abstiegsspiele bestreiten zu müssen. Beide Teams können auf junge, motivierte und sehr talentierte Spieler zählen und dürften erneut für ein paar spannende Genfer Derbys sorgen.

Die Meisterschaft der Saison 2018/19 war hart umkämpft, in der oberen wie in der unteren Tabellenhälfte. Aufgrund der oben dargelegten Tatsachen können wir erneut eine spannende Meisterschaft erwarten. In der NLA beginnen die Spiele am Wochenende vom 5./6. Oktober mit einer Doppelrunde.

Die letzten beiden Finalisten der NLA der Frauen, Neuhausen und Uster, treten mit unverändertem Kader an. Ob dies den beiden erneut für den Playoff-Final reicht?

Neuhausen krönte sich im vergangenen Juni mit dem Titel. Es war vor allem die Breite im Kader, die den Unterschied ausmachte. Dies dürfte erneut die Stärke der Schaffhauserinnen sein. Auch Uster startet in gleicher Zusammensetzung und zählt vor allem auf die Elite-Kader-Athletin Céline Reust. Sie wies in der vergangenen Saison die höchste Anzahl Siege auf, sowohl in der Qualifikation (22 gewonnen, 5 verloren) als auch in den Playoffs (8/3). Der Gewinn der Einzelwertung wird sie zu verteidigen versuchen.

Der TTC Rapid Luzern, letzte Saison in den Halbfinals gescheitert, hat sich mit einer Neuverpflichtung einen grossen Schub gegeben. Die ehemalige niederländische Nationalspielerin Elena Timina, A20, 50-jährig und im Jahr 2010 noch Nummer 88 der Weltrangliste, dürfte die Mannschaft auf ein höheres Niveau führen. Mit der exzellenten Weronika Walna (zweitbeste Einzelspielerin der Vorsaison) und der vielseitigen Salomé Simonet wird Rapid Luzern erster Herausforderer sein - sofern Timina regelmässig antritt.

Auch bei den Frauen starten zwei Aufsteiger mit unterschiedlicher Ausgangslage. Während es der TTC Münsingen schwer haben dürfte mitzuhalten, hat sich der TTC Zürich-Affoltern prominent verstärkt. Die 51-jährige gebürtige Rumänin Olga Nemes (A20) und die Brasilianerin Karin Roberta Sako (A19) werden zweifellos die Hauptrollen übernehmen. Für den TTC Young Stars Zürich wird es schwer werden, den Erfolg des Vorjahres mit der Halbfinal-Qualifikation zu wiederholen.

Dies ist ein Pressedienst von Swiss Table Tennis ausserhalb des redaktionellen Dienstes

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