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18.06.2026
Tour de Suisse, Zusatz Mauro Schmid: Mauro Schmid inmitten der Weltbesten

Nach dem bislang besten Frühjahr als Profi will Mauro Schmid auch in der zweiten Saisonhälfte brillieren. Zudem steht für den Zürcher nach drei Jahren wieder ein Teamwechsel an.

Mauro Schmid gehört zu der Gruppe Fahrern, die schwierige Eintagesrennen und coupierte Etappen lieben. Weder die Ebene noch die hohen Berge sind das bevorzugte Gelände des 26-jährigen Zürchers, sondern Hügel, und davon möglichst viele.

Als regelmässigen Siegfahrer auf World-Tour-Stufe kann man den ehemaligen Olympiateilnehmer auf der Bahn (noch) nicht bezeichnen. Da bleiben der letztjährige Erfolg im Eintagesrennen Cadel Evans Great Ocean Race sowie sein Giro-Etappensieg 2021 in Montalcino seine bislang einzigen Triumphe.

Doch mehrmals verpasste Schmid zuletzt nur knapp grössere Erfolge. So im vergangenen Sommer bei seinem Debüt bei der Tour de France, als er in Toulouse Zweiter wurde. Wobei er mit Mathieu van der Poel und Wout van Aert seine prominentesten Fluchtgefährten im Griff hatte. Im Zweier-Sprint um den Tagessieg musste er sich allerdings dem Norweger Jonas Abrahamsen geschlagen geben.

Auch in diesem Frühjahr sah er sich bei einem Klassiker, der Flèche Wallonne, einzig vom französischen Toptalent Paul Seixas bezwungen. Dazu fuhr Schmid auch beim Gold Race (6.) und in Lüttich (11.) jeweils zeitgleich mit dem Drittklassierten ins Ziel. Die ersten Monate des Jahres, in welchen ihm auf tieferer Stufe vier Rennsiege gelangen, bezeichnet er deshalb als "Traumstart". Ihm sei in seiner Karriere nochmals ein "Schritt vorwärts" gelungen.

Nach einer Rennpause seit Anfang Mai und einem dreiwöchigen Höhentrainingslager im österreichischen Kühtai stieg Schmid vergangenen Sonntag mit dem GP Gippingen (9.) wieder ins Renngeschehen ein. "Die Verfassung ist gut", sagt er. Nun geht es für ihn darum, zurück zum hohen Rennrhythmus des Frühlings zu finden. Sein Team Jayco Alula hat ihn für die am 4. Juli in Barcelona beginnende Tour de France fix eingeplant.

Er habe die Tour de France "sicher im Hinterkopf", doch noch stünden einige Etappen in der Schweiz an. "Die Tour de Suisse ist definitiv auch ein grosses Highlight für mich. Das Team priorisiert sicherlich die Tour de France, aber mir persönlich ist die Heimrundfahrt, umso mehr im Trikot des Schweizer Meisters, ebenfalls sehr wichtig."

Apropos Team: Da steht für Schmid ein Wechsel bevor. Seit längerem ist es ein offenes Geheimnis, dass er Ende dieser Saison nach drei Jahren bei den Australiern von Jayco Alula eine Luftveränderung anstrebt. Hartnäckigen Gerüchten zufolge hat der Zürcher bereits bei seinem künftigen Rennstall, dem Schweizer Team Q36.5 mit Teamleader Tom Pidcock, einen sehr gut dotierten Mehrjahresvertrag unterschrieben. Offizielle Bestätigungen für Teamwechsel sind gemäss Reglement jedoch erst ab 1. August erlaubt.

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