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07.10.2026
EM26, Zeitfahren, Text: Marlen Reusser erneut eine Klasse für sich

Marlen Reusser bewegt sich im Zeitfahren in einer eigenen Liga. Wie vor zwei Wochen an der WM in Montreal verteidigt die 35-jährige Bernerin auch an der EM in Slowenien den Titel höchst überlegen.

Auf der Strecke von 22 km rund um Sencur, die in der Mitte einen grösseren Anstieg beinhaltete, baute Reusser ihren Vorsprung auf die zweitklassierte Demi Vollering kontinuierlich aus. Im Ziel lag die Niederländerin, die in Rundfahrten und wichtigen Eintagesrennen zuletzt fast unbesiegbar war und nach dem WM-Titel in Kanada vor drei Tagen auch das EM-Strassenrennen gewonnen hatte, um mehr als 23 Sekunden hinter der Siegerin zurück. Die drittklassierte Französin Juliette Berthet büsste gar bereits mehr als eine Minute ein.

In Montreal hatte Reusser auf dem Weg zu ihrem zweiten WM-Titel im Zeitfahren der Konkurrenz pro Kilometer auch eine Sekunde und mehr abgenommen. Die in Kanada zweitplatzierte Britin Zoe Bäckstedt lag nach 39 km um 40 Sekunden hinter der besten Zeitfahrerin der Gegenwart zurück.

"Es war ein schöner Tag. Da es mein letztes wichtiges Rennen der Saison war, konnte ich es entspannt angehen. Ich wollte es gut machen und bin super zufrieden, dass ich gewinnen konnte", sagte Reusser nach ihrem fünften Zeitfahr-EM-Gold nach 2021, 2022, 2023 und 2025 im TV-Interview.

Mit Steffi Häberlin startete in Slowenien eine zweite Schweizerin zur Prüfung gegen die Uhr. Die Ostschweizerin klassierte sich mit fast vier Minuten Rückstand auf Reusser im 15. Rang.

Bei den Männern fehlten Stefan Küng, dem Europameister von 2020 und 2021, am Ende sieben Sekunden auf die Bronzemedaille. Der Thurgauer wurde Fünfter. Um den Sieg kämpften der Slowene Primoz Roglic und der Franzose Bruno Armirail. Der Einheimische entschied das Duell mit gut sechs Sekunden Vorsprung für sich. Auch der 3. Platz ging durch Maxime Decomble nach Frankreich. Der zweite Schweizer Mauro Schmid klassierte sich im 14. Rang.

Küng hatte sich am Ende einer komplizierten Saison durchaus Chancen auf das Podest ausgerechnet. Am Ende verlor aber im nicht auf ihn zugeschnittenen Anstieg aber etwas zu viel Zeit. bei der ersten Zwischenzeit nach acht Kilometern lag er als Neunter vierzehn Sekunden hinter Decomble. In der Abfahrt machte der 32-jährige Ostschweizer zwar Zeit gut, im letzten Streckenteil konnte er aber nicht mehr zusetzen.

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