02.06.2026
MK Tour de Suisse: Neues Konzept lockt viele Topstars an
Zwei Wochen vor Beginn der Tour de Suisse laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit einem neuen Fünf-Tage-Konzept, das zahlreiche Topstars anlockt, wollen die Organisatoren ein neues Kapitel aufschlagen.
Die Veränderungen in der Sport- und Unterhaltungsbranche stellen traditionelle Veranstaltungen wie die Tour de Suisse vor neue Herausforderungen. Um langfristig relevant und wettbewerbsfähig zu bleiben, ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung unerlässlich. Deshalb haben die Organisatoren für die 89. Austragung der Schweizer Landesrundfahrt ein neues Konzept entworfen - nicht zuletzt, um auch das finanzielle Überleben des Traditionsanlasses langfristig zu sichern.
Das neue Rennformat umfasst fünf Rundstrecken an fünf Tagen. Frauen- und Männerrennen finden jeweils am selben Veranstaltungstag statt, wobei Start und Ziel am gleichen Ort liegen. Laut den Verantwortlichen schafft dies mehr Nähe zu den Zuschauern und stärkt die Gleichstellung im Radsport. "Wir sind überzeugt, dass wir mit dem neuen Konzept ein Produkt schaffen, das den heutigen Bedürfnissen aller Beteiligten entspricht", sagt CEO Gabriela Buchs.
Dabei geht es bei der Premiere primär darum, Erfahrungen zu sammeln. "Herausfordernd bei zwei Rennen an einem Tag werden sicher die Logistik und die Abläufe, für Mitarbeitende, aber auch für die Rennteams", meint Tour-de-Suisse-Direktor Olivier Senn.
Die konzeptionellen Anpassungen haben nicht zuletzt auch sportliche Gründe. Da die Topstars der Radsportszene ihren Fokus zunehmend auf die grossen Rundfahrten wie die Tour de France, den Giro d’Italia und die Vuelta a España legen, gewinnen in der Vorbereitung auf diese Grand Tours kürzere, intensivere Rennformate an Bedeutung.
Auf diese Entwicklung hat die Tour de Suisse reagiert, ob sich dies auch langfristig auszahlen wird, wird sich noch weisen. In diesem Jahr dürfen die Organisatoren jedenfalls einen grossen Erfolg verbuchen.
Bei den Männern stehen mit Tadej Pogacar, Mathieu van der Poel, Primoz Roglic und Tom Pidcock zahlreiche Weltstars auf der provisorischen Startliste. Aus einheimischer Sicht stechen der Schweizer Meister Mauro Schmid sowie Marc Hirschi hervor. Hirschi kehrt nach seinem im April erlittenen Schlüsselbeinbruch ins Renngeschehen zurück.
Auch das Frauenrennen ist hochkarätig besetzt, unter anderem mit Marlen Reusser (Siegerin 2023 und 2025), Demi Vollering (Siegerin 2024), Elise Chabbey, Lotte Kopecky sowie der Weltmeisterin Magdeleine Vallieres. Damit steht das bisher stärkste Fahrerinnenfeld in der Geschichte der Tour de Suisse Women am Start.
Erstmals fällt der Startschuss zur Tour de Suisse in Italien. Die diesjährige Rundfahrt beginnt am 17. Juni in Sondrio im Veltlin, unweit der Schweizer Grenze. Die weiteren Stationen sind Locarno, Bad Ragaz und Aarburg, wo ein Zeitfahren ausgetragen wird. Für das grosse Finale gastiert die Tour de Suisse in Villars-sur-Ollon, wo auf der Königsetappe die Entscheidung um den Gesamtsieg fallen wird.
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