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02.08.2026
EM Monteceneri, Cross-Country, Text: Drei Medaillen für die Schweiz zum Abschluss der Heim-EM

Die Schweizerinnen sichern sich zum Abschluss der Heim-EM im Tessin einen weiteren Doppelerfolg. Im olympischen Cross-Country setzt sich Sina Frei vor Alessandra Keller durch. Bei den Männern gewinnt Fabio Püntener Bronze.

Wie schon am Donnerstag hielt Frei ihre Landsfrau auch am Sonntag in Schach. Überquerte sie die Ziellinie im Shorttrack vier Sekunden vor Keller, legte sie im Cross-Country 1:26 Minuten zwischen sich und die Zweitplatzierte. Die Entscheidung führte die 29-jährige Zürcherin in der fünften von sieben Runden herbei, in der sie Keller entscheidend distanzierte.

"Wir konnten den Heimvorteil perfekt ausspielen", sagte die Siegerin nach der Zieldurchfahrt gegenüber SRF. Sie habe auf der Strecke, von der sie in der letzten Nacht noch geträumt habe und die sie quasi im Schlaf hätte herunterfahren können, "mega gut in den Flow" gefunden. "Es hat riesig Spass gemacht", so Frei.

Keller ihrerseits sprach von einem harten Rennen. "Ab der drittletzten Runde hatte ich hinten einen Platten und konnte in der Abfahrt nicht mehr aufholen." Umso bemerkenswerter ist es, dass die Nidwaldnerin den Abstand auf die hinteren Fahrerinnen trotz reduziertem Risiko wahren konnte.

Bronze ging wie schon im Shorttrack an Jenny Rissveds. Die Topfavoritin aus Schweden, ihres Zeichens Weltmeisterin, aktuell Führende in der Weltcup-Gesamtwertung und Titelverteidigerin, büsste mehr als zwei Minuten auf die Siegerin ein. Bis zu einem technischen Defekt in der 2. Runde führte sie das Rennen souverän an. Zwar schaffte sie danach zwischenzeitlich wieder den Anschluss an die Spitze, am Ende hatte sie gegenüber den starken Schweizerinnen jedoch deutlich das Nachsehen. Immerhin verteidigte sie den Bronzeplatz gegenüber Nicole Koller. Vor einem Jahr in Melgaço noch Dritte, musste sich die Schweizerin bei der Heim-EM mit dem undankbaren 4. Platz begnügen.

Für die Schweizer Frauen war es der neunte EM-Titel im Cross-Country und der erste Doppelerfolg in dieser olympischen Disziplin an Europameisterschaften.

Im Rennen der Männer, bei dem mit den Franzosen Mathis Azzaro, Adrien Boichis, Luca Martin sowie dem verletzten Victor Koretzky die derzeit stärksten Fahrer fehlten, sicherte sich Fabio Püntener als Dritter eine Medaille. Wie schon im Shorttrack siegte der Brite Charlie Aldridge vor dem Italiener Juri Zanotti.

Püntener zeigte ein starkes Rennen und führte dieses zwischenzeitlich souverän an. In der vorletzten Runde musste der 26-jährige Urner bei einer Tempoverschärfung der anderen Spitzenfahrer jedoch abreissen lassen. Am Ende sicherte er sich mit 29 Sekunden Rückstand auf den Sieger seine erste Medaille an einem Grossanlass.

Es sei das erwartet harte Rennen gewesen, sagte Püntener nach seinem Bronze-Coup. "Von Windschatten konnte man nicht profitieren, deshalb habe ich versucht, viel von vorne zu fahren. Am Ende hatten die anderen einen besseren Antritt."

Lange mischte auch Routinier Mathias Flückiger ganz vorne mit. Der 37-jährige Berner erlitt jedoch in der siebten von acht Runden auf Podestkurs liegend einen Defekt am Hinterrad, der ihn entscheidend Zeit kostete. Auf Landsmann Püntener fehlten ihm in der Endabrechnung als Vierter 16 Sekunden.

4. Fassung - mit Quote Püntener ergänzt

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