12.07.2026
Tour de France, 9. Etappe, Text: Van der Poel gewinnt die Hitzeschlacht
Mathieu van der Poel gewinnt in Ussel eine spannende 9. Etappe der Tour de France. Der Niederländer setzt sich aus einer Vierergruppe im Sprint auf der leicht ansteigenden Zielgeraden durch.
Für den 31-jährigen Van der Poel ist es der dritte Etappensieg an der Tour de France. Bereits 2025 gewann der Ex-Weltmeister ein Teilstück, ebenso 2021.
Während des ganzen Tages blieben mehrere Ausgänge der Etappe möglich. Zeitweise versuchte auch das Team Emirates von Leader Tadej Pogacar, im Feld die Lücke zur Fluchtgruppe zu schliessen, und schien dies auch geschafft zu haben. Doch als der Rückstand auf 30 Sekunden schmolz, griffen vorne Mathieu van der Poel, Tom Pidcock, Tobias Johannessen und Alex Baudin nochmals an. Mit Erfolg. Sie sprengten die achtköpfige Spitzengruppe und brachten ihren Vorsprung knapp ins Ziel.
Im ersten Feld mit den Tour-Favoriten um Pogacar, Vingegaard und Co. hielten sich auch Yannis Voisard und Marc Hirschi, der sich ebenfalls an einem Ausreissversuch beteiligt hatte. Das Feld kam zum Schluss noch bis auf sechs Sekunden an die Ausreisser heran. Pogacar verteidigte sein Maillot jaune und den Vorsprung von 2:42 ohne Probleme.
Die 9. Etappe zwischen Malemort und Ussel war wegen extremer Hitze um 30 km auf 155,5 km verkürzt worden. Der Start im Département Corrèze, für das Météo France die rote Alarmstufe ausgerufen hat, erfolgte bei Temperaturen von rund 38 Grad Celsius im Schatten. Gleichwohl wies die Route durch das Zentralmassiv rund 3000 Höhenmeter auf.
Es war das erste Mal in der Geschichte der Tour de France, dass eine Etappe wegen einer Hitzewelle verkürzt wurde. Allerdings begann das Rennen extrem schnell. In der ersten Stunde legten die Fahrer einen Schnitt von mehr als 49 km/h hin - und das auf engen Strassen und vielen kleinen Anstiegen. Der schwerste Teil der Etappe mit insgesamt vier Bergwertungen war nicht gestrichen worden.
Am Montag gibt es für die Fahrer den ersten Ruhetag. Dann geht es am Dienstag im Zentralmassiv weiter. Am französischen Nationalfeiertag sind zwischen Aurillac und Le Lioran 3800 Höhenmeter und zwei Bergwertungen der ersten Kategorie zu überwinden.
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