16.01.2026
World Tour, Vorschau (3), Text: Mit der Tour Down Under fällt der Startschuss
Mit der Tour Down Under beginnt am Samstag für die Frauen und am Dienstag für die Männer traditionell in Australien die World-Tour-Saison der Radprofis.
Das bei den Männern sechs Etappen umfassende Rennen rund um Adelaide mit einem Prolog zum Auftakt ist das erste von 36 in der höchsten Serie des Strassenradsports. Der Kalender bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Wie schon 2025 umfasst die World Tour 21 Eintages- und 15 Etappenrennen.
Die markanteste Änderung betrifft die Tour de Suisse. Während die Rundfahrt der Männer künftig nur noch über fünf Etappen führt, wird jene der Frauen um eine Etappe verlängert. Neu finden beide Austragungen parallel statt, mit identischen Strecken und jeweils Start und Ziel am selben Ort. Dieses Konzept soll die Veranstaltung kompakter, publikumsfreundlicher und finanziell tragender machen.
An ihrem angestammten Platz im Kalender ändert sich trotz der strukturellen Anpassungen nichts. Die Tour de Suisse endet weiterhin rund zwei Wochen vor dem Start der Tour de France der Männer, dem unbestrittenen Saisonhöhepunkt nebst den Weltmeisterschaften Ende September, die in diesem Jahr in der kanadischen Metropole Montreal stattfinden.
Bei der Frankreich-Rundfahrt, der wichtigsten der drei Grand Tours über drei Wochen, dürfte sich einmal mehr alles auf das Duell zwischen Vorjahressieger Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard zuspitzen. In den grossen Klassikern nimmt erneut Mathieu van der Poel die Rolle des Hauptkonkurrenten von Weltmeister Pogacar ein. In den letzten drei Jahren haben der Niederländer und der Slowene zusammen 13 der 15 Siege in den sogenannten Monumenten des Radsports - darunter Paris-Roubaix und die Flandern-Rundfahrt - unter sich ausgemacht.
Von den ganz grossen Namen ist beim Saisonauftakt in Australien keiner am Start. Bei den Frauen führt die Vorjahressiegerin Noemi Rüegg das Teilnehmerinnenfeld an, mit Petra Stiasny ist noch eine zweite Schweizerin gemeldet. Zeitfahr-Weltmeisterin Marlen Reusser und Allrounderin Elise Chabbey steigen dagegen erst später in die Saison ein.
Bei den Männern vertreten Joel Suter vom Schweizer Team Tudor und Landesmeister Mauro Schmid aus der einheimischen Equipe Jayco AlUla die Schweizer Farben. Der Zürcher Schmid sorgte im vergangenen Jahr für den einzigen Schweizer World-Tour-Sieg, als er das Cadel Evans Great Ocean Road Race unweit von Melbourne gewinnen konnte.
Nach dem Wechsel von Stefan Küng von Groupama-FDJ zum Schweizer ProTeam Tudor Pro Cycling um Mitbesitzer Fabian Cancellara umfasst die Schweizer Fraktion mit World-Tour-Status nur noch fünf Fahrer - zehn weniger als noch vor vier Jahren und neun weniger als 2017, dem Jahr nach dem Rückzug der Schweizer Equipe IAM Cycling.
Immerhin verfügt das ambitionierte Tudor-Team, das strukturell mit dem Gros der 18 World-Tour-Teams mithalten kann, über eine starke nationale Basis: Gleich neun Schweizer stehen unter Vertrag, darunter mit Küng und Marc Hirschi zwei Fahrer von internationalem Topformat.
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