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Rad
20.09.2026
WM26 Montreal, Zeitfahren Männer, Text: Evenepoel nun auf einer Stufe mit Cancellara - Küng wird Siebenter

Remco Evenepoel wird im WM-Zeitfahren in Montreal seiner Favoritenrolle gerecht. Der Belgier gewinnt zum vierten Mal in Folge Gold und schreibt damit Radsportgeschichte. Zu den Geschlagenen gehört auch Stefan Küng, der Siebenter wird.

Remco Evenepoel ist zum vierten Mal Weltmeister im Einzelzeitfahren und hat damit den Rekord von Fabian Cancellara eingestellt. Mit einer überlegenen Vorstellung setzte sich der Belgier auf dem 40 km langen Parcours in Montreal mit 57 Sekunden Vorsprung vor dem Italiener Filippo Ganna durch. Bronze ging an Paul Seixas. Dem 19-jährigen französischen Ausnahmetalent fehlten 1:13 Minuten auf Evenepoel.

Wie bereits Fabian Cancellara (2006/2007/2009/2010) und der Deutsche Tony Martin (2011 bis 2013/2016) krönte sich Evenepoel zum vierten Mal zum besten Zeitfahrer der Welt. Dem 26-Jährigen gelangen seine Triumphe allerdings direkt hintereinander.

Die beiden Schweizer Starter konnten auf dem flachen Kurs nicht ganz mit den Besten mithalten. Stefan Küng hatte nach seinem starken Comeback nach langer Verletzungspause und den Zeitfahrsiegen an der Polen-Rundfahrt und der Vuelta mit einem Podestplatz geliebäugelt. Der Thurgauer klassierte sich im 7. Rang.

Küng, der bei den Zwischenzeiten zwischen den Rängen 7 und 9 lag, fehlten am Ende 31 Sekunden zur dritten WM-Medaille im Zeitfahren nach Bronze 2020 in Imola und Silber 2022 in Wollongong. Auf Evenepoel büsste er 1:44 Minuten ein. Ein Medaillengewinn wäre nach seinem im Februar erlittenen Oberschenkelbruch eine grosse Geschichte gewesen.

Landsmann Stefan Bissegger verlor knapp drei Minuten auf Evenepoel und musste sich mit dem enttäuschenden 28. Platz begnügen.

Evenepoel war im Kampf gegen die Uhr einmal mehr eine Klasse für sich. Der Doppel-Olympiasieger von Paris 2024 lag bei allen drei Zwischenzeiten vorne. Schon bei Rennhälfte war sein Vorsprung auf über eine halbe Minute angewachsen. Da lag noch der junge Schwede Jakob Söderqvist auf Platz 2. Der U23-Weltmeister des Vorjahres fuhr das Rennen seines Lebens und war lange auf Medaillenkurs, stürzte aber rund 2,5 Kilometer vor dem Ziel und wurde am Ende hinter dem Amerikaner Brandon McNulty und vor dem Mexikaner Isaac del Toro Fünfter.

Einen ähnlich starken Steigerungslauf wie Marlen Reusser bei den Frauen legte Ganna hin. Der Weltmeister von 2020 und 2021 lag bei der ersten Zwischenzeit nur auf Platz 10. Doch der 30-jährige Italiener spielte vor allem im zweiten Teil der Strecke, die unter anderem über den Formel-1-Kurs von Montreal führte, seine Stärken aus und sicherte sich zum dritten Mal nach 2023 und 2024 Silber.

2. Fassung

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